27.02.17 Inselrundfahrt


Auckland/Waiheke Island
Wie vorhergesagt, haben wir auch heute Bombenwetter, 27 Grad, leichte Bewölkung. Was liegt da näher, als den Tag am, im und auf dem Wasser zu verbringen. Nachdem wir in Karens urgemütlichem Wohnzimmer mit genialer Aussicht gefrühstückt haben, machen wir uns um 8:30 Uhr auf den Weg zur Warf (Fähranleger). Wir wollen auf die Insel Waiheke Island übersetzen (40 Minuten Fahrt), dort zwei Fahrräder mieten und die Insel „erkunden“.
Wir genießen die Überfahrt durch den Hauraki Golf in vollen Zügen, vorbei an diversen größeren und kleineren Inseln und sind erstaunt, wie schnell 40 Minuten vergehen können, als wir die geschützte kleine Hafenbucht von Oneroa erreichen, dem westlichsten Ort auf Waiheke.

„Knuffige“ Insel im Hauraki Golf

Die Insel hat eine Ausdehnung von knapp 20 km in der Länge und 10 Km in der Breite, mit dem Fahrrad also gut zu schaffen. Ein paar Meter neben der Anlegestelle treffen wir schon auf den Fahrradverleih, mieten uns zwei Mountainbikes und los geht’s.
Wir radeln forsch los (auf dem Lenker steht tatsächlich „Keep Left“), durch den sehr touristischen Ort Oneroa durch und gelangen kurz darauf an einen schönen Strand mit glasklarem Wasser, hellem Sand und ein paar malerischen Felsen. Und das Beste ist: wir haben den Strand quasi für uns alleine. Hier verbringen wir 1 1/2 Stunden mit Baden und Sonnenbaden, bevor wir uns wieder in den Sattel schwingen, um den nächsten Strand anzufahren.
Doch schnell wird mir klar, dass die Entscheidung, die Insel zu erradeln, vielleicht doch nicht so clever war, denn sie ist, wie ganz Neuseeland, sehr hügelig. Wir sind zwar geübte Radfahrer, aber dieses Auf und Ab geht ziemlich an die Substanz. Erschwerend kommt hinzu, dass es nur wenig Fahrradwege gibt. Wir radeln also vorwiegend auf vielbefahrenen Straßen. Das macht KEINEN Spaß!
Den nächsten Strand lassen wir aus (es geht irrsinnig steil runter) und kommen irgendwann an einem Weingut vorbei. Das war uns zuvor gar nicht bewusst (ehrlich), dass diese Insel mehrere Weingüter beherbergt. Hier liegen gleich drei dicht beisammen und da es eh schon weit nach 13:00 Uhr ist und wir langsam Hunger bekommen, beschließen wir, bei „Wild on Waiheke“ einzukehren.
Hier geht es sehr lässig zu und neben dem Wine-Tasting wird auch eine Bierprobe angeboten mit Bieren einer benachbarten Brauerei. Zudem kann man auf dem Gelände Bogenschießen, Tontauben schießen, Boule spielen und für die Kinder ist ein großer Spielplatz eingerichtet. Die zahlreichen urigen Holztische werden von Pavillons beschattet, manche Gäste machen es sich in Sitzsäcken bequem…alles strahlt eine unheimlich relaxte Atmosphäre aus.
Wir machen natürlich ein kleines Weintasting und bestellen uns anschließend zwei leckere Pizzen und zwei Bier. Gegen 14:00 Uhr brechen wir wieder auf, radeln bergauf und bergab, schauen noch kurz beim Weingut Kennedy Point vorbei und erreichen gegen 15:30 Uhr wieder den Hafen. Bis zur Rückfahrt um 16:15 Uhr legen wir uns im Schatten eines Baumes ins Gras und gönnen uns  eine kleine Auszeit.
In Devonport angekommen kaufen wir uns noch schnell ein paar Zutaten für einen feinen Salat zum Abendessen und fahren anschließend in unsere Unterkunft.

Typische Bebauung in der Hauptstraße Devonports

Typische Bebauung im kompletten Wohnviertel, Anfang 20. Jahrhundert

 

 

Nach einer wohltuenden Dusche und dem Abendessen auf der Terrasse wir es leider ernst: Packen ist angesagt. Hoffentlich bekommen wir alles in unsere drei Koffer rein, denn das Gepäck ist irgendwie mehr geworden (wo kommen nur all die Weinflaschen her?)… 😉

Morgen Nachmittag um 15:30 geht der Flieger nach Brisbane. Von dort geht’s weiter über Dubai nach Frankfurt, wo wir am Mittwoch Mittag ankommen sollen, wenn dieses Mal alles planmäßig läuft.
Eventuell schreiben wir von unterwegs aus noch ein paar Zeilen über unsere Rückreise, ansonsten gibt es einen Abschlussbericht aus Deutschland.

 

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