24.02.17. Nothing beats a bushwalk

 

Paihia Nach einem weiteren tollen Frühstück – John gibt sich immer richtig viel Mühe und macht das einfach super – entscheiden wir, dass wir heute eine Wanderung machen wollen. Und zwar eine ausgedehnte Wanderung.

Zuvor fahren wir aber schnell die Haruru Falls an, Wasserfälle, die gerade mal einen guten Kilometer von unserem Haus entfernt liegen. Wie wir es uns bereits gedacht haben: der Wasserfall ist nicht gerade der „Kracher“, wobei er bei einem höheren Wasserstand sicherlich mehr her macht.

Auf geht’s zur Wanderung! Direkt am Strand in Pahia startet der Trail nach Opua. Er führt zunächst an der Küste entlang über mit Muscheln bewachsenen Felsen, dann über Sandstrand. Das Meer ist heute absolut flach in der Bucht. Wellengang wie am Goldkanal 😀.
Es ist noch nicht sehr warm (20 Grad vielleicht) und ein Sonnne-Wolken-Mix. Wir kommen gut voran und erfreuen uns an dem schönen Weg mit wunderbaren Blicken über die Bay of Islands.
Nach einiger Zeit führt der Weg ein paar Höhenmeter oberhalb der Wasserlinie an den Felsen entlang. Er ist ohne größere Anstrengungen zu begehen.
Als wir das Mündungsgebiet eines Flusses überschreiten, ändert sich die Vegetation komplett. Niedrige Laubbäume stehen in einer dicken Schicht aus Schlick. Wenn hier der Weg nicht über Stege führen würde, dann wäre unsere Wanderung hier definitiv zuende, denn durch den Schmodder könnte man nicht gehen.
Es dauert etwa zwei Stunden, bis wir den kleinen Ort Opua erreichen, in dem u. A. die Autofähre nach Russel ablegt. Hier machen wir eine kleine Rast, teilen uns ein Fläschchen Bier und ein Schinken-Käse-Croissant, bevor der nächste Abschnitt der Wanderung beginnt.
Bergauf führt eine Straße, an der wir nun entlang gehen. Nach einiger Zeit wird sie zur Gravel Road und zieht in unzähligen Kurven ihren Weg durch den Busch, ohne dass uns ein Auto zu Gesicht kommt.

100km/h! auf so einer „Straße“?

Irgendwann sollte es mal rechts abgehen. Der Wanderweg „Oromahoe Traverse“ müsste nämlich demnächst abzweigen. Tut er aber nicht. Nach einer Stunde denken wir ans Umkehren, geben uns dann aber doch noch ein paar Minuten, was sehr gut ist, denn nach ein paar weiteren Schritten sichten wir das Schild vom DOC (Department of Conservation), das den besagten Weg weist. Es steht angeschrieben, dass weitere 2,5 h Weg vor uns liegen. OK, damit haben wir gerechnet.
Dieser Weg ist klasse! Er führt auf einem Bergkamm entlang durch dichten, subtropischen Wald. Außer den allgegenwärtigen Zikaden hören wir zahlreiche Vogelstimmen, bekommen außer Fantails und einem Tui aber kaum einen Vogel zu sehen.

Fantail, extrem schwierig zu fotografieren, weil dieser Vogel keine Sekunde still sitzt (Der aufgefächerte Schwanz gibt dem Vogel seinen Namen)

Es geht permanent bergauf oder bergab. Nie ist es eben, aber nie dauert ein Auf- oder Abstieg länger als ein, zwei Minuten. So macht Wandern Spaß. Wenngleich es mit der Zeit dann doch recht anstrengend wird, zumal das Thermometer stetig steigt.
Bevor es vom Bergkamm hinunter nach Paihia geht, lockt uns ein Wegweiser noch ein paar Extra-Meter draufzusatteln, denn er weist den Weg zu einem Lookout. Also steigen wir wieder 10 Minuten bergauf zum Aussichtspunkt und werden mit einem wunderschönen Panorama über die Bucht hinüber nach Russel und in die andere Richtung nach Opua belohnt.

Blick auf Paihia…

…Russel…

…und Opua

Nach unserem Rundflug über die Bucht und der Bootstour auf der Bucht nun auch noch die Bay of Islands auf dem Landwege. Das macht die Sache rund!
In einer weiteren halben Stunde geht es hinab auf perfekt ausgebautem Wanderweg nach Paihia. Und wieder ändert sich die Vegetation, als wir ein Flusstal erreichen. Hier gibt es nun viele Baumfarne, Bromelien in den Astgabeln hoher Bäume und zahlreiche Pflanzen, deren Namen wir nicht kennen.
Unten im Ort angekommen spricht uns eine nach dem Aussehen 80-jährige Wandrerin an, welchen Weg wir denn gegangen sind. Wir sagen es ihr und sie kommentiert das kurz und endet mit den Worten: „nothing beats a bushwalk!“ Wie recht sie doch hat!

Nach unsrer „5-Stunden-netto-Wanderung“ legen wir uns noch ein paar Minuten an den Strand. Ich tauche kurz in den Pazifik ein.
Jetzt duschen wir noch, ich schreibe den Blogbeitrag auf der Holzterrasse des Longhouse (unser B&B) und dann wollen wir noch im „Only Seafood“ zu Abend essen gehen.

 

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