12.02.17 Sonntag an der Hawke’s Bay

 

Hastings Sonne satt verspricht der heutige Tag – und das wird er auch halten. Schon am Morgen begrüßt uns strahlender Sonnenschein, es ist aber noch 16 Grad kühl. Nach dem Frühstück fahren wir kurz in die Innenstadt von Hastings, die mit einigen historischen Gebäuden aus den 1930-ern (nach dem großen Erdbeben) im Spanischen Missionsstil aufwarten kann.
Anschließend besuchen wir den nahe gelegenen Farmer’s Market, der hier jeden Sonntag abgehalten wird und bei dem an vielleicht 50 Ständen Obst, Gemüse, Honig, Wein, etc. verkauft werden. Es fehlt auch nicht an Möglichkeiten, etwas zu essen oder zu trinken. Also nehmen wir hier unser zweites Frühstück ein und schlendern durch den Markt.
Alles geht extrem entspannt zu – so wie es den Kiwis eben zu eigen ist. Die Marktbesucher bummeln entweder wie wir entlang der Verkaufsstände, oder machen es sich auf der großzügigen Rasenfläche in der Mitte des Marktes gemütlich und picknicken. Eine angenehme Atmosphäre und eine lockere Stimmung herrschen vor. Die musikalische Untermalung durch einen Live-Musiker trägt ihren Teil dazu bei.
Anzumerken ist, dass wir einen Bäckerei-Stand entdecken, der Brezeln und „German Doughnuts“ verkauft…natürlich sind die Betreiber Deutsche und deren Doughnuts (Berliner) sind der Renner bei den Marktbesuchern.

Es wird wärmer und wärmer. Also entscheiden wir, als nächstes einen kurzen Aufenthalt am Strand einzubauen. Nicht weit vom Farmer’s Market liegt der Strand der Hawke‘s Bay. Von hier aus sieht man entlang des Strandes die zig Kilometer lange, weit geschwungene Bucht. Wir legen uns in den grauen Kies des Strandes und lesen ein Buch und fangen uns binnen zwei Stunden einen ordentlichen Sonnenbrand ein ;-( wie wir später am Abend merken werden.

Auf dem Weg zurück kommen wir an dem renommierten Weingut Elephant Hills vorbei. Wir schauen uns nicht nur das architektonisch stylische  Gebäude an, sondern probieren auch die Rotweine. Schade, dass alle zu jung sind und noch ein paar Jahre lagern sollten, bevor man sie trinkt. So muss ich mir vorstellen, was sich aus dem Potenzial noch entwickeln wird. Trotzdem sehr interessant.

Im Cornwallpark spielen heute zwei Bands. Das interessiert uns, also geht es weiter zu dieser Veranstaltung. Als wir ankommen sitzen ca. 800 … 1000 Leute jeden Alters auf ihren mitgebrachten Camping-Klappstühlen im Schatten hoher, alter Parkbäume und lauschen der Countrymusik, die von einer Liveband zum besten gegeben wird. Diese wundervollen Bäume in den Parks in NZ!!! Schon 2012 hatten wir immer wieder von ihnen geschwärmt. Und auch diesmal kommen wir aus dem Staunen nicht heraus, welche unglaublich schönen alten Baumriesen hier stehen.

Eine kurze Fahrt mit dem Auto und wir sind auf dem Te Mata Peak, dem Gipfel des 399 m hohen Hausbergs von Hastings. Von hier oben haben wir unbeschreibliche Aussicht auf die Stadt, die Bucht und das angrenzende Hügelland. Hier ist alles komplett gelb. Kein grüner Grashalm weit und breit. Kein Wunder, denn hier hat es seit August nicht mehr nennenswert geregnet. Wäre interessant, das mal alles in Grün zu sehen! So ist es eine bizarre Landschaft, die fast wie eine Wüste ausschaut. Besonders im Steiflicht der nicht mehr ganz im Zenit stehenden Sonne, wirkt sie surreal, zumindest aber sehr ungewöhnlich – und hat so auch ihren ganz besonderen Reiz.

Auf dem Weg vom Te Mata Peak zu unserer Unterkunft fahren wir an der Black Barn Winery vorbei, die für ihr besonders gutes Restaurant berühmt ist. Das hat heute aber nur bis 17:00 Uhr auf. Also werden wir hier nicht essen. Trotzdem schauen wir uns ein wenig in dem Gut um. Schade! Hier hätte es uns sicher gefallen.
Aber in Havelock North, das auf dem Weg liegt, kommen wir bei dem Restaurant „Pipi“ vorbei, das schon allein durch seine außergewöhnliche Fassadenfarbe auf sich aufmerksam macht. Auch das Interieur ist alles andere als gewöhnlich. Hier lassen wir uns ein Garlic Bread, einen Salat mit geräuchertem Lachs (Andrea) und eine Pizza (Wolfgang) schmecken. Absolut empfehlenswert!

Um ca. 20:00 Uhr sind wir wieder zurück in unserer Unterkunft, wo wir unsere Vermieter, Sue und Alen – ein ältere Ehepaar – kennenlernen. Auf der kleinen Terrasse vor dem Haus schreibe ich den Tagesbericht bei einem Glas Pinot Gris, den wir aus Martinborugh mitgebracht haben.


 

 

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