06.02.17 Westcoast-Wetter

 

Arthurs Pass

Unser Plan für heute: falls das Wetter weiterhin so super mitspielt, fahren wir gut 30 km zurück gen Süden zum Franz Josef Gletscher und holen den verpassten Flug zu den Dreieinhalbtausendern nach. Dieses Adventure kann man ebenso von der Westcoast aus buchen, wie vom Pukaki See zwei Tage zuvor. Danach Weiterfahrt nach Arthurs Pass. Ein Blick aus dem Fenster sorgt für Ernüchterung: dieser Traum geht leider nicht in Erfüllung, denn die Berge liegen komplett in Wolken und, falls die Wettervorhersage Recht behält, soll es im Laufe des Tages regnen. Echtes Westcoast-Wetter also. Nach dem Frühstück packen wir also unsere Siebensachen wieder ins Auto und verabschieden uns von unserer liebenswerten Vermieterin Laura, die wir in den zwei Tagen richtig ins Herz geschlossen haben, wegen ihrer lockeren, liebenswerten und unkomplizierten Art. Wir empfehlen jedem, der nach Okarito reisen will: bucht bei Air B&B das Unique Wooden House! Es ist einzigartig! Der restliche Tagesablauf ist schnell erzählt, denn es geht nur drum, 260 Km nach Arthurs Pass zu fahren, durch eine wilde, gottverlassene Landschaft, die nach und nach im zunehmenden Regen verschwindet. Wir legen einen kurzen Stopp in Hokitika ein, wie 2012 (es gibt an der Straße nach Norden keine Alternativen) und wollen wie vor fünf Jahren bei „Fat Pipi Pizza“ essen gehen (die Pizze waren klasse). Die Enttäuschung ist groß, als wir das Closed-Schild an der Eingangstür sehen. Erst am Abend öffnet die Pizzeria. Wenig später erfahren wir, dass heute viele Läden und Restaurants geschlossen haben, weil in NZ ein ganz besonderer Feiertag ist: der Waitangi Day (der Tag, an dem der Friedensvertrag zwischen Maori und weißen Siedlern unterzeichnet wurde). Dummerweise betrifft das auch den einzigen Laden am Ort, an dem man Reisetaschen oder Koffer kaufen könnte. Denn ich brauch für die Weiterreise spätestens in zwei Tagen Ersatz für die vom Zoll zerrissene Tasche. Wir bekommen die Empfehlung, nach Greymouth zu fahren, denn dort gibt das „Warehouse“, wo man günstig fast alles bekommt. Den kleinen Umweg nehmen wir gerne in Kauf, denn wir befürchten, dass uns am Mittwoch in Christchurch die Zeit knapp werden könnte, um noch nach Taschen zu suchen. In Greymouth angekommen suchen wir besagtes Warehaus auf, kaufen einen Trolleykoffer und gehen in der Stadt essen. Dann heißt es „Good bye Westcoast“, da wir uns nach Westen und dem Gebirge zuwenden. Das schlechte Wetter bleibt uns aber leider erhalten: hatten wir bisher nur vereinzelte Regenschauer, so regnet es nun kontinuierlich. Die Straße führt entlang eines Flusses im Arnold Valley immer weiter bergauf. Wir passieren ein altes Kohlebergwerk, machen kurz Halt am Lake Brunner (bei Sonnenschein sicher schön) und kommen gegen 17:00 Uhr bei strömenden Regen in Arthurs Pass an, dem höchstgelegenen Ort Neuseelands (nur um die 700m). Eine Tasse Tee zur Ankunft, später ein kleines Abendessen auf dem Zimmer im Motel, Mails checken, Lesen, Relaxen. That’s it!

Da der ganze Tag recht unspektakulär war und keine Gelegenheit bot, schöne Bilder zu machen, haben wir unten noch ein paar Aufnahmen von den vergangenen sechs Tage drangehängt.

Falls das noch nicht alle bemerkt haben: wenn man die Bilder anklickt, werden sie größer!

 

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