26.02.17 Ist das hier Hongkong?

 

Devonport / Auckland

Nach nunmehr mittlerweile fast vier Wochen täglichen Bloggens sind Wiederholungen unvermeidlich. Also werde ich heute wieder mal „fantastisch“, „wunderschön“ und „tolles Wetter“ gebrauchen. Mir gehen definitiv die Beschreibungen für die Panoramen, Aussichten und für das unglaubliche Wetter aus.

Nun denn. Was machen wir heute? Wir gehen zum Sonnenbad und zum Eintauchen in den Pazifik an den nachgelegenen Cheltenham Beach. Der Strand wird wohl vorwiegend von einheimischen Familien genutzt. Daher geht es hier völlig entspannt (laid-back) zu, so wie es den Kiwis eben eigen ist. Es herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre und Gott-sei-Dank gibt es ein paar Wolken, ansonsten könnten wir es in der Hitze nicht aushalten. Die Sonne brennt vom Himmel herunter, dass es eine wahre Pracht ist. Es geht hier ganz flach ins Wasser und mit zunehmender Ebbe sinkt der Wasserspiegel in der Bucht, so dass man ganz weit rausgehen kann, bevor einem das Wasser bis zum Knie reicht.

Cheltenham Beach mit North Head

Um ca. 12:30 Uhr wird es uns definitiv zu heiß und wir haben genug Sonne getankt, sodass wir kurz in unsere Unterkunft fahren und uns frisch machen, um nach Auckland „rüber zu fahren“. Vorher machen wir noch einen kurzen Abstecher auf den North Head. Das ist ein ehemaliger Vulkan, der heute die Einfahrt in die große Bucht von Auckland markiert. Von dort oben hat man einen unglaublich schönen Blick auf die Skyline von Auckland.
Der perfekte Sonnenschein trägt seinen Teil dazu bei, dass es hier so schön ist, dass wir aus dem Bewundern und Bestaunen fast nicht herauskommen und uns richtiggehend losreißen müssen, um wieder nach unten zu fahren.

Es gibt eine Fähre, die im Halbstundentakt zwischen Devonport und Auckland pendelt und uns binnen 10 Minuten über den Hauraki Gulf in die Millionenstadt bringt. Toll, auf die Skyline von Auckland zuzufahren. Vom Wasser aus sieht alles immer gleich anders aus als von Land.

Wir schlendern durch die Stad und fühlen uns meistens so, als seien wir nicht in NZ, sondern irgendwo in Asien, z.B. in Hongkong oder Shanghai, denn hier bevölkern unheimlich viele Asiaten die Straßen; ich schätze, sie sind sogar in der Überzahl. Zwischen den modernen Wolkenkratzern sind manchmal ein paar alte Häuser eingepfercht. („Altes Haus“, das bedeutet in NZ, dass es z.B. 1920 gebaut wurde.)
Der Skytower, ein Aussichts- und Fernmeldeturm überragt mit seinen 328 Metern alle anderen Gebäude deutlich. Es ist ja auch der höchste Turm auf der gesamten Südhalbkugel. Er zieht uns irgendwie magisch an. Das Panorama von dort oben muss einfach umwerfend sein – besonders bei diesem tollen Wetter!

Und in der Tat, es ist umwerfend. Ein unheimlich schneller Aufzug bringt uns zunächst auf die Aussichtsplattform in 186 m Höhe und dann auf das Sky Deck in 220 m Höhe. Der Blick von dort oben reicht über die Stadt, Vorstädte, die Vulkane, auf denen Auckland gebaut ist, über die verschiedenen Buchten und den „Harbour“. Man sieht die vorgelagerten Inseln aber auch markante Bauwerke wie z.B. das War Museum (das wir 2012 besichtigt hatten) oder die Harbour Bridge. Wir schauen hinüber nach Devonport, wo wir gerade wohnen, und blicken zurück zum North Head, auf dem wir heute Vormittag noch standen und den Blick auf Auckland so bewundert hatten.
Der Skytower ist ein Erlebnis, das wir sicher so schnell nicht vergessen werden. (Die NZ$ 58 Eintritt haben sich auf jeden Fall gelohnt.) Für ein „paar“ Dollar mehr kann man übrigens auch einen Skywalk auf dem luftigen äußeren Gitterrost des Turmes, oder sogar einen Scyfall buchen.

Wieder „auf dem Boden angelangt“ gehen wir noch durch einen schönen Park, über den Campus der alten Uni und durch die Haupteinkaufsmeile zurück zum Fährterminal. Auch die Rückfahrt über die Bucht ist mehr, als nur von A nach B zu kommen. Wir genießen die kleine Bootstour und freuen uns auf ein Abendessen in Devonport.
Gleich auf der „Warf“ finden wir ein nettes Lokal und essen lecker zu Abend. Auf der Terrasse unserer Herberge schreibe ich unseren heutigen Bericht und Andrea holt den von gestern nach. Dabei steht eine Flasche Giesen Piniot Gris auf dem Tisch, es ist ein recht lauer Sommerabend, die Zikaden zirpen und wir lassen es uns gut gehen. Schade, dass morgen unser letzter Urlaubstag anbricht.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.