17.02.17 Endlich Regen!

 

Rotorua Endlich Regen! Sagen die Einheimischen, die den Regen förmlich herbeigesehnt haben nach der großen Trockenheit. Uns gefällt es natürlich gar nicht, dass der Morgen völlig wolkenverhangen in Hicksbay beginnt und dass im Laufe des Tages eine ganze Menge Regen fällt. Immerhin ist es selbst im Regen um die 20 Grad warm.

Nach einem zeitigen Frühstück fahren wir an der Westseite des Eastcape entlang und wir bekommen eine grobe Vorstellung davon, dass es hier richtig toll aussehen muss, wenn die Sonne scheint.
So aber kommt die Landschaft nicht zu ihrer vollen Geltung und wir kämen nicht auf die Idee, dass dies eine der schönsten Küstenstraßen Neuseelands sein soll, wie der Reiseführer zu berichten weiß. Die „scenic route“ kommt uns eher wie eine „sieh‘ nix route“ vor J, denn tief hängende Wolken versperren immer mehr die Aussicht. Wir sind aber froh, dass zumindest der vorhergesagte Regen nicht fällt und dass wir den einen oder anderen schönen Ausblick genießen können. So ist das eben mit dem halbvollen oder dem halbleeren Glas.

Nach einer Stunde setzt Regen ein, zunächst Sprühregen, dann Niesel und bald wächst er sich zu wolkenbruchartigem Regen aus. Das hält an bis kurz vor Rotorua, unserm heutigen Etappenziel. In Rotorua angekommen macht der Regen eine Pause und wir schlendern ein wenig durch die Einkaufsstraßen in der Stadtmitte. Die sind richtig schön herausgeputzt, sehr gepflegt, und mit Blumenbeeten aufgehübscht. Schnell sind wir uns einig: Rotorua ist einer der schönsten Städte, die wir bisher in NZ  besucht haben. Bevor wir in unserem B&B einchecken können, essen wir noch zu Mittag.

Unser host, Ashley, begrüßt uns freundlich und scheint ein wenig enttäuscht, dass wir schwuppdiwupp wieder aufbrechen, denn wir wollen uns Whakarewarewa anschauen, und die schließen schon um 17:00 Uhr.
Whakarewarewa ist ein Geothermalgebiet, in das eine Maori-Gemeinde eine Siedlung hinein gebaut hat. Praktisch, wenn man immer fließend heißes Wasser vor der Haustüre hat und eine warme Mahlzeit zubereiten kann, indem man einfach ein Loch in den Boden gräbt und dort die Speisen von der Erdwärme garen lässt! Einziger Nachteil: es stinkt hier mächtig nach faulen Eiern. In dieser „geothermal village“ leben die Leute heute noch wie vor vielen, vielen Jahren. Nur dass sie heute Eintritt von den Besuchern verlangen, die das Stadtviertel sehen wollen.

Höhepunkt ist der Geysir Pohuto, der immer wieder seine heiße Fontäne etliche Meter hoch in den Himmel schießt, umhüllt von einer mächtigen stinkenden Dampfwolke.
Unsere Unterkunft liegt direkt über dem Geothermalgebiet und bietet einen herrlichen Ausblick über den Lake Rotorua und den davorliegenden Geysir (daher heißt das B&B auch Pohuto Vista B&B).

Nach Whakarewarewa spazieren wir nochmal durch den Government Garden an den Lake Rotorua. „Nochmal“, weil wir das auch 2012 schon taten. Heute ist das Wetter aber besser als damals, denn zwischenzeitig hat die Wolkendecke aufgerissen und es gibt schöne Wolkenlöcher mit blauem Himmel.
Wir schlendern noch etwas am See entlang (Andrea bekommt ein paar Purpurhühner vor die Linse) und gönnen uns noch ein Craft-Beer bzw. Kaffee im „Brew“ (einer der Gastronomiebetriebe in der Eat Street; hier hat man einen Straßenzug komplett überdacht)

Kurz nach 19:00 begeben wir uns wieder in unsere Unterkunft, wo uns nun auch die Gastgeberin (Namen konnte ich mir nicht merken – hatte ich zuvor noch nie gehört) herzlich begrüßt. Sie und ihr Mann laden uns auf eine Tasse Tee und zu Likör ein und wir unterhalten uns dann zwei Stunden lang über Neuseeland, Urlaub, Sprachen, NZD/€-Kurs, Jobs, Donald Trump, … und über Gott und die Welt. Sehr nett! Das macht den Unterschied von B&B zu Motels aus!!

Blick aus dem Garten unseres B&B auf den verregneten Lake Rotorua

Jetzt – wo ich mit dem Bericht-Schreiben fertig bin – höre ich auch keinen Regen mehr prasseln. Mann, hat das gerade eben noch geschüttet! Vielleicht wird es morgen ja trockener als heute. Wenn wir morgen in der Höhle sind, wird uns das Wetter an der Erdoberfläche zumindest für diese vier Stunden nicht interessieren.

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